projekte

Für die Göttinger Theatergruppe x-trakt entstand 2001 Musik für das "Gauklermärchen" von Michael Ende, das im Sommer 2002 als Gastspiel im Theater im OP (ThOP) in Göttingen aufgeführt wurde.
Die Musik ist insgesamt sehr einfach im Charakter, wie es uns einem Märchenstück angemessen schien; die durchweg positive Resonanz hat uns dieses Konzept als gelungen bestätigt.
Jede Figur hat ein eigenes Haupt-Thema, dem teils auch ein bestimmtes Instrument zugeordnet ist; es ist jedoch für alle Instrumentalisten genug zu tun, und es besteht in manchen Stücken die Gelegenheit zum Improvisieren.
Gesangsrollen: Der Spiegel, Eli, Jojo und die Spinne (die beiden letzteren nicht so umfangreich).
Die Band besteht aus Klavier, Kontrabass, Geige, Akkordeon sowie den Instrumenten Gitarre, Glasorgel (6 Töne, kann man leicht selber bauen), Percussion (Congas, Snare optional, 1 Crashbecken, Rasseln); diese letzteren können von einer Person gespielt werden, können aber auch aufgeteilt werden. Ansonsten kann noch von der ganzen Band gerasselt, geraschelt und geklappert werden.

Für die Theatergruppe der "Blauen Sänger" in Göttingen entstanden 2002 sechs kleine Zwischenmusiken für das Stück "Nachtasyl" von Maxim Gorki.
Besetzt sind die Instrumente Klavier, Geige, Akkordeon sowie zwei Kontrabässe. Wir vertonten ein im Stück vorkommendes Lied und bearbeiteten dann dieses Thema in unterschiedlichen Ausführungen, darunter eine kontrapunktische Variante und zwei Kontrabaß-Duette.

Foto: S.Röhl

Von dem Göttinger Biologen und Naturfotografen Stephan Röhl erhielten wir 2002 den Auftrag, Musik für eine 15-minütige Ton-Dia-Show zu komponieren, die der Karstlandschaft am Südharz gewidmet ist.
Das Koordinationszentrum Natur und Umwelt e.V. und die Naturfreunde Niedersachsen setzen sich für den Schutz dieser einmaligen Landschaft ein, die durch industriellen Gipsabbau bedroht ist.
Die Diashow besteht aus sieben kürzeren Bildsequenzen, die thematisch unterschiedlich sind, aber nach einer übergreifenden Dramaturgie angeordnet sind. Unsere Musik arbeitet mit Leitmotiven, die den Bildelementen und dem dramaturgischen Geschehen zugeordnet sind. Ähnlich wie bei den Zwischenmusiken für das Nachtasyl legten wir zunächst die Themen fest und bearbeiteten sie dann in unterschiedlicher Weise, je nach der in den Bildsequenzen vorgegebenen Stimmung. Das Resultat ist ein sehr einheitlicher Gesamteindruck der Stücke, die zwar von Charakter unterschiedlich sind, aber durch die musikalischen Themen eng verbunden bleiben. Der Stil bleibt weitgehend tonal-harmonisch und melodieorientiert. Die Musik wurde von uns mit einem Yamaha-E-piano selber produziert, so dass wir mehr unterschiedliche Instrumentenklänge einsetzen konnten, als bei einer Live-Realisation zur Verfügung gestanden hätten. Trotzdem wurde auf auffällig "künstliche" sounds verzichtet.

"Unser Weg"
Für das Bibelprojekt "Heidenspektakel" im Göttinger Theater im OP (ThOP) im Juli 2003 erhielten wir den Auftrag, einen umfangreichen Dialog zwischen Ruth und Noomi zu vertonen. Die Herausforderung dieser Aufgabe lag darin, daß die Textzeilen und -strophen nicht regelmäßig waren, daß das Stück jedoch nicht vollkommen durchkomponiert werden konnte, um die Sängerinnen, die gleichzeitig schauspielen mußten, nicht zu überfordern. Es entstand ein über fünfminütiges Duett, das von Querflöte, Violine und Klavier begleitet wird.

Zur Zeit konzipieren wir ein Projekt mit Minimal-Musik, die ein entspannendes und meditatives Klangambiente schaffen soll.